, Willi Steffen

Desolate Minuten nach der Pause

1. Liga, Gruppe 3: Handball Emmen - TV Muri - 32:22 (16:15)

Der TV Muri hat in Emmen nach der Pause nur noch wenig zu bestellen. Innert wenigen Minuten fängt man einen uneinholbaren Rückstand ein. Positiv war die erste Halbzeit. Negativ aber das Schlussresultat mit zehn Toren Differenz.
 
Innert wenigen Minuten nach der Pause verspielte Muri alles, was man sich davor erarbeitet hatte. Teilweise im Halbminutentakt schlug es zwischen der 30. und 37. Minute im Murianer Tor ein. Und wie sich die Abläufe ähnelten. Bei Ballbesitz reihen sich bei den Murianern Fehler an Fehler. Die Gastgeber nutzen diese eiskalt aus. Meist mit Tempogegenstössen erhöhen sie die Führung von 16:15 auf 24:16. Muri wirkt in dieser Phase desorientiert und ratlos. Trainer Paul Stöckli sagt dazu: „Mir war zur Pause bewusst, dass es schwer wird, gegen einen solchen Gegner die gute erste Halbzeit zu bestätigen. Das wir dann gleich so überrollt wurden, war schade für das gesamte Spiel.“ Danach habe man sich aber wieder erholt. Das einzige Manko sei gewesen, dass man mit den Abschlüssen fahrlässig umgegangen sei, so Stöckli weiter. In der Tat erzielte Muri nach dem Seitenwechsel nur noch sieben Tore. Zuwenig, um mit einem solchen Gegner mitzuhalten. Die Quittung folgte mit dem Schlussresultat von 32:22. Die höchste Pleite in dieser Saison.
 
Starker Gomboso vor der Pause
Die erste Halbzeit war ein Auf und Ab beider Mannschaften. Mal zog Emmen davon. Muri hatte aber stets eine Antwort darauf und kämpfte sich wieder heran. Herausragend agierte dabei Eligio Gomboso. Sechs seiner acht Tore erzielte er vor der Pause. Treffsicher erwies er sich auch bei den Siebenmetern. Wie seine Teamkollegen konnte er dieses Niveau nur 30 Minuten halten. Einen schweren Stand hatten die beiden Murianer Topskorer Noel Angehrn und Yorick Kaufmann. Mit einer massierten 6:0-Deckung machten die grossgewachsenen gegnerischen Verteidiger den beiden das Leben schwer. Schönzureden gibt es bei einer Niederlage mit zehn Toren wenig. Beim nächsten Heimspiel gegen Kriens, hat man die Möglichkeit zumindest von der Leistung her, das Blatt wieder zu wenden.
 
 
Telegramm:
Rossmoos. – 110 Zuschauer. – SR: Estermann / Gusset.
Muri: Schleiss, Rüttimann; Daniel Lang (1), Dominik Lang, Angehrn (5/1), Kaufmann (5), Käser, Gomboso (8/3), Schwenkfelder, Egger (2), Rey (1), Spichiger.
Emmen: Schnellmann, Schnyder; Huwiler (5/3), Schelbert (7), Häberli (1), Cilurzo, Brunner (1), Wolfisberg (1), Scherer, Lang (4), Bucher (1), Dürger (4), Büchli (3), Kovacevic (5).
Bemerkungen: Strafen: 1-mal 2 Minuten für Muri, 3-mal 2 Minuten für Emmen. Siebenmeter: 4/7 für Muri, 3/3 für Emmen. Muri ohne Heusi, Zucker, Huber, Wipf, Kreuzer.