, Strebel Simon

Jung und unerschrocken

Handball, 1. Liga, Gruppe 3: HC Kriens - TV Muri Samstag, 02. Oktober, 15 Uhr, Krauerhalle, Kriens

Die ersten Spiele haben aufgezeigt, dass sich der TV Muri in dieser Vorrunde nach hinten orientieren muss. Alles andere wäre Zugabe. Einer der dabei eine wichtige Rolle spielt, ist der Neuzugang Finn Kreuzer. Frech waren seine Auftritte in den ersten drei Partien.
 
Mehr schlecht denn recht torkelt der neuformierte TV Muri durch die noch junge Saison. Nach vier Spielen ist man immer noch auf Punktesuche. Dementsprechend belegen die Murianer mit Handball Wohlen zusammen das Schlusslicht. Aussagekräftig ist diese Platzierung noch nicht. Wegweisend aber schon. Denn die ersten Partien haben aufgezeigt, dass man im Klosterdorf nach einigen fetten Jahren, zumindest in dieser Saison, kleinere Brötchen backen muss. Fetten Jahren, weil Muri vor allem in den beiden abgebrochenen Corona Spielzeiten ganz vorne in der Tabelle mitmischte. Zuvor erreichte man meist problemlos die Aufstiegsrunde.Der Modus lässt es zu, dass man diese Situation gelassen hinnehmen kann. Schon im Vorfeld war eigentlich klar, dass man mit dem Szenario Abstiegsrunde rechnen musste. So gesehen steht man bis im Dezember in der Vorbereitung für den Kampf um den Klassenerhalt im Frühling. Für die vielen neuen jungen Spieler ist diese Situation ideal, um sich an den Rhythmus und die Härte in dieser Liga zu gewöhnen.
 
In kurzer Zeit zum Leistungsträger
Einer von den neuen Spielern scheint sich davon nicht beeindrucken zu lassen. Der Buchser Flügelspieler Finn Kreuzer führt bereits die Skorerliste seines Teams an. Unerschrocken sind die Auftritte des 18-Jährigen. Gewaltig ist seine Sprungkraft. Nichts scheint ihn aus der Ruhe zu bringen. Grosse Nervenstärke beweist der Sportkanti-Schüler auch bei den Siebenmetern. Hier ist seine Quote nahezu bei hundert Prozent. Kreuzer spielt neben Muri beim U19-Eliteteam vom HC Suhr Aarau. Zweimal in der Woche trainiert er dort mit dem NLA-Team. Das kommt ihm nun entgegen. „Durch dieses Training habe ich mich an die Härte und das höhere Tempo in der ersten Liga besser gewöhnen können“, sagt er. Muri sehe er als Durchgangsstation, um sein Ziel, einmal mit dem HC Suhr Aarau in der NLA spielen zu können, zu erreichen, so der 18-Jährige weiter. Zu seinem Engagement bei Muri sagt er: „Mir macht es Spass. Ich wurde gut aufgenommen und bekomme hier viel Einsatzzeit. Das ist wichtig für meine Entwicklung.“
 
 
Ein weiteres Innerschweizer Team
Nach der deutlichen Niederlage der Murianer gegen Emmen wird die bevorstehende Aufgabe gegen Kriens nur auf dem Papier leichter. Aus Murianer Sicht hofft man, dass sich die personelle Situation wieder ähnlich darstellt wie vor Wochenfrist. Trainer Claude Bruggmann bestätigte, dass morgen Samstag, ausser Jerome Zucker praktisch alle verfügbaren Spieler an Bord sind. Die Luzerner Vorörtler gehören zu den unberechenbaren Teams in dieser Gruppe. Gegen Muotathal verlor man hoch. Gegen Wohlen hingegen gewann man hoch. Beides Resultate die schwierig einzustufen sind. Will Muri morgen mithalten, ist vor allem eine Leistungssteigerung in der Abwehr unabdingbar. „Unser Ziel ist es wieder Spiele zu gewinnen. Ich glaube daran, dass das uns gelingt“, sagt Kreuzer. Vor dem letzten Spiel sei es immer besser geworden. Zeitweise habe man aufblitzen lassen, zu was die Mannschaft fähig sei, so Kreuzer abschliessend.