, Simon Strebel

«Jetzt erst recht»

1. Liga, Gruppe 3: TV Muri – Handball Emmen Samstag, 25. September, 16 Uhr, Muri, Bachmatten

Nach drei Spielen stehen die Handballer aus dem Klosterdorf noch ohne Punktgewinn da und werden durch Verletzungen vor zusätzliche Herausforderungen gestellt. Nichtsdestotrotz will man gegen das Topteam aus Emmen eine Überraschung schaffen.
 
Die erste Mannschaft des TV Muri Handball war in den ersten Wochen der neuen Saison nicht gerade vom Glück verfolgt. Zuerst sind mit Jan Heusi und Lukas Schwenkfelder zwei gestandene Spieler der Verletzungshexe zum Opfer gefallen und dann musste man im Heimspiel gegen Altdorf eine ärgerliche Ein-Tore-Niederlage verkraften. Vor Wochenfrist mussten die Freiämter in Dagmersellen nun ohne nominellen Kreisläufer antreten und taten sich über weite Strecken dementsprechend schwer. An diesem Wochenende empfangen die Murianer nun das vermeintliche Topteam aus Emmen in der Bachmatten. Die Aufgabe des ersten Punktgewinns wird somit keineswegs leichter. Unter dem Motto «Jetzt erst recht» will man dem Favoriten aber ein Bein stellen. 
 
Jeder Einzelne ist gefordert
Dass das Fanionteam des TV Muri trotz den Ausfällen nun nicht chancenlos in die kommenden Spiele gehen wird, haben die Klosterdörfler vor allem beim letzten Heimspiel gegen Altdorf bewiesen. Wenn man gegen Emmen punkten will, wird man mindestens an diese Leistung anknüpfen müssen. Während Spielmacher Yorick Kaufmann im Angriffsspiel der Murianer die Fäden zog, konnten sich vor allem die Neulinge Kreuzer und Gomboso auf der linken Aussenposition immer wieder gekonnt in Szene setzen. Als Bindeglied zwischen den Neulingen und dem altbekannten Kern der Mannschaft fungiert Rückraumspieler Noel Angehrn. Er kennt als ehemaliger Spieler des HSC Suhr Aarau beide Seiten bestens und hat sich in Muris erster Mannschaft längst als Leistungsträger etabliert. Er ist bereit, seine Erfahrungen an seine noch jüngeren Kollegen weiterzugeben und ist sich bewusst, dass die Mannschaft mehr denn je auf jeden Einzelnen angewiesen ist: «Der Saisonstart war hart für uns. Zuerst haben wir zwei wichtige Spieler verloren und in den Spielen haben wir entweder noch nicht unser gewünschtes Niveau erreicht oder dann hat uns das nötige Glück gefehlt. Wir haben aber gezeigt, dass wir gegen starke Gegner bestehen können, wenn jeder seine Leistung abrufen kann. Emmen ist sicherlich ein starker Gegner aber wir wollen trotzdem den ersten Sieg und ich bin überzeugt, dass dies möglich ist.» 
 
Aufstiegsaspirant mit gutem Saisonstart
Der Gegner aus Emmen hat seine (Aufstiegs-)Ambitionen in den ersten beiden Spielen mit zwei Siegen unterstrichen. Beim Saisonauftakt schlugen die Luzerner den TV Dagmersellen mit zwei Toren und am letzten Wochenende setzte man sich nach langem Kampf schlussendlich deutlich mit 39:33 gegen den HC Kriens durch. Ausserdem hat Emmen mit Muri noch eine Rechnung aus dem letzten Jahr offen. Bei ihrem letzten Auftritt in der Bachmatten musste man eine klare 9-Tore-Niederlage hinnehmen. Aus Murianer Sicht hätte man sicher nichts dagegen, wenn sich dies noch einmal wiederholen liesse.