, Willi Steffen
Auch Muri kann Kriens nicht stoppen
In einer meist engen Partie standen sich die Freiämter teilweise selber im Weg. Immer wenn man wieder am Gegner dran war, verhinderten Unzulänglichkeiten, dass die Partie zu Gunsten der Gäste hätte kippen können. Torgaranten für Muri waren Noel Angehrn und Simon Hafner mit je sechs Treffern.
In den Schlussminuten wird die Partie gegen Kriens-Emmen doch noch einmal spannend. 30 Sekunden vor Schluss erzielt Mirco Külling den Anschlusstreffer zum 32:31. Muri wirft nun alles nach vorne und agiert mit einer offenen Manndeckung. Der Ausgleich will aber nicht fallen. Die abgezockten Innerschweizer verpassen den Murianer mit dem Schlusspfiff durch den Treffer zum 33:31 den endgültigen Nackenschlag.
Muri im Hintertreffen
Zuvor ist die Partie meist eine enge Kiste mit Vorteil für die Luzerner. Muri liegt über die gesamte Spielzeit nur zwischen der achten und zehnten Minute in Führung. Den Rest der Spielzeit läuft man einem Rückstand hinterher. Eine Viertelstunde vor der Pause ziehen die Gastgeber auf vier Tore davon. Muri lässt sich aber nicht abschütteln und kämpft sich bis zur Pause auf 15:14 heran. Ein ähnliches Bild zeichnet sich nach der Pause ab. Kriens-Emmen legt wieder vor. Zwischenzeitlich führen die Luzerner mit vier Toren Vorsprung. Dass die Partie damit nicht entschieden ist, ist auch einer taktischen Massnahme zu verdanken. Zehn Minute vor dem Schlusspfiff nimmt Björn Navarin ein Timeout. Jetzt stellen die Freiämter um und agieren mit einem siebten Feldspieler. Damit verunsichern sie die bis dahin stilsicheren Gastgeber. Die Rechnung scheint aufzugehen. Tor um Tor kämpft sich Muri zum 32:31 wieder heran. Zu mehr reicht es, wie oben erwähnt, nicht.
Achter Sieg in Serie
Den Aargauern ist zugute zu halten, dass sie es in dieser Partie mit einem äusserst formstarken Gegner, der nach einem schlechten Saisonstart spätestens ab dem Dezember das Feld von hinten aufrollte, zu tun bekamen. Denn die Krienser gewannen in den letzten Wochen sieben Spiele hintereinander. Um gegen diese vor Selbstvertrauen strotzende Mannschaft zu gewinnen, hätte Muri eine top Leistung abrufen müssen. Zu bemängeln beim Team von Björn Navarin war auch das Rückzugsverhalten. Zu unentschlossen und zu träge agierte Muri in diesem Punkt. Die Krienser nutzten diese Schwäche gnadenlos aus und kamen zu einigen einfachen Toren. «Eine Schwäche in unserem Spiel war, dass wir hauptsächlich in der zweiten Halbzeit im Eins gegen Eins zu viele Tore kassierten», bemängelt Björn Navarin.
Zwei 18-Jährige machen Muri das Leben schwer
Namentlich waren es die beiden 18-Jährigen Marc Steiner und Till Theiler. Vor allem Ersterer kam spätestens nach der Pause in Fahrt und erzielte als Spielmacher Tor um Tor. Auch den linken Flügelspieler Till Theiler bekam die Murianer Abwehr über weite Strecken nicht in den Griff. Am Schluss avancierte er mit neun Toren zum Topskorer dieser Partie. Für Muri war die Partie eine zähe Angelegenheit. Zu einfachen Toren kam die Mannschaft selten. Jeder Treffer musste hart erarbeitet werden. Was bei den jungen Freiämtern fehlte, war, dass man nie in einen Flow, wie das des Öfteren bei Heimspielen der Fall ist, kam. Technische Fehler und Fehlwürfe in ungünstigen Momenten verhinderten ein solches Szenario. Björn Navarin meint: «Offensiv haben wir gegen eine starke Abwehr eine vernünftige Leistung geboten, wenn auch zu viele unnötige Fehlwürfe dabei gewesen sind.» Man werde versuchen an den Schwächen in der Abwehr zu arbeiten, um in den restlichen Partien noch so viele Punkte wie möglich zu holen, ergänzt er.
Telegramm:
Eichli, Stans. – 85 Zuschauer. – SR: Rüegg / Lindberg
Muri: I. Rütimann, Schleiss, Baeriswyl; Galizia (2), Külling (1), Dominik Lang, Furter (2), T. Angehrn (1), Kreyenbühl (3), Willimann, Hafner (6), N. Angehrn (6), Wey (2/2), Mrose (4), Schwenkfelder (1), Daniel Lang (3).
Kriens-Emmen: Skelaj, Mehr; Jarchow, Schnyder (2), Achermann (3), Lampart (2), Janes (1), Huber, Hunziker, Steiner (7/1), Walker (4), Hächler (2), Lehmann (3), Theiler (9/1).
Bemerkungen: Strafen: 2-mal 2 Minuten für Muri, 4-mal 2 Minuten für Kriens-Emmen. Siebenmeter: 2/2 für Muri, 2/3 für Kriens-Emmen.