, Simon Strebel
Unbekannter Gegner, doppeltes Auswärtsspiel
Für den Handball TV Muri steht am Samstag ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Spiel auf dem Programm. Die Partie ist für beide Teams ein Auswärtsspiel und die SG Kriens-Emmen für die Freiämter ein bisher unbekannter und schwer einzuschätzender Gegner.
Weil sowohl im Freiamt als auch in der Region Luzern die Fasnacht das Wochenende bestimmt, steht den eigentlichen Gastgebern aus Kriens keine Halle zur Verfügung. Das anstehende Spiel wurde deshalb nach Stans verlegt. Auch sportlich betritt Muri Neuland. Die SG Kriens-Emmen ist das einzige Team der Liga, gegen welches die Klosterdörfler in dieser Saison noch nicht gespielt haben. Hinsichtlich des Gegners spricht Trainer Björn Navarin von einer ähnlichen Situation wie am vergangenen Wochenende: «Wie zuletzt gegen Suhr Aarau ist das wieder ein Spiel, wo wir nicht wissen, mit wem die Gegner auflaufen werden.» Dass solche Teams gegen Muri teilweise mit Spielern aus höheren Gefässen antreten, wertet Navarin positiv: «Auch Suhr Aarau ist gegen uns mit einem verstärkten Kader angetreten und hat Vollgas gegeben. Die Teams scheinen es mit uns überaus ernst zu meinen.» Mit einem Lächeln ergänzt er: «Das ist ein Kompliment für uns.»
Fokus auf eigene Leistung und verbesserte Wurfquote
Die SG Kriens-Emmen tritt also mit einem jungen, gut ausgebildeten Kader an. Für Muri heisst das einmal mehr, sich auf ein schnelles, dynamisches Spiel einzustellen. Rückraumspieler Noel Angehrn unterstreicht, dass der Fokus dabei klar auf dem eigenen Auftritt liegt: «Kriens ist ein weiterer Gegner, den wir so nehmen müssen, wie er kommt. Es gibt keine spezielle Vorbereitung und der Fokus liegt auf unserem Spiel. Wir wollen einen Schritt weiterkommen und fokussieren uns hauptsächlich auf unsere Abwehr und unser Wurfverhalten.»
Zuletzt musste sich Muri gegen Horgen/Wädenswil und Suhr Aarau II zweimal mit einem Unentschieden begnügen. Angehrn sieht in diesen beiden Spielen wichtige Lerneffekte: «Wir haben die Spiele analysiert und ich denke, wir konnten unsere Lehren daraus ziehen. Es ist natürlich schwierig, solche Spiele an einzelnen Situationen festzumachen. Trotzdem denke ich, mit ein bisschen mehr Cleverness und besseren Würfen hätten wir die Partien zu unseren Gunsten entscheiden können.» Torhüter Ivo Rütimann bekräftig die Aussagen seines Teamkollegen: «Wir müssen sicher die hundertprozentigen Chancen wieder besser nutzen. Solche liessen wir zuletzt in den entscheidenden Momenten zu häufig liegen. Auch defensiv haben wir noch Luft nach oben, aber das wird aus meiner Sicht von Spiel zu Spiel stabiler.»
Damit es mit der besseren Chancenverwertung und zwei Punkten klappt, ist aus Sicht der beiden eine gute Leistung im mentalen Bereich nötig. Angehrn bringt es auf den Punkt: «Der Schlüssel für einen Sieg am Samstag liegt vor allem im Kopf. Ohne Hemmungen unsere Aktionen voll durchziehen. Dann kommt unser Spielsystem ins Rollen und so können wir jeden Gegner schlagen.» Rütimann ergänzt: «Wir müssen uns auf unser eigenes Spiel konzentrieren. Auf jeden Fall dürfen wir Kriens nicht auf die leichte Schulter nehmen.»
In der Tabelle liegt Muri aktuell auf Rang drei. Zwei Punkte fehlen auf die Zweitplatzierten HSG EhrEndingen Celtics. Vier Punkte hinter Muri lauert ein Trio aus drei Teams - unter anderem mit dem morgigen Gegner Kriens-Emmen - auf einen Punktverlust der Klosterdörfler. Das doppelte Auswärtsspiel in Stans dürfte hinsichtlich des sich anbahnenden Spitzenkampfs also richtungsweisenden Charakter haben.