, Philippe Knecht
Muri muss sich mit einem Punkt begnügen
Die Murianer Handballer verteidigen ihren Platz auf dem Tabellenpodium mit einem hart erkämpften Unentschieden gegen die zweite Mannschaft des HSC Suhr Aarau. Die Partie am Sonntagabend war ein stets Auf und Ab, welches schliesslich in einer Punkteteilung endete.
Der Handball TV Muri und die Gastgeber starteten zunächst im Gleichschritt in die Begegnung. Während Suhr Aarau vorlegt, gelingt Muri jeweils wenige Sekunden später der Ausgleich. In der 7. Minute stand es nach dem Tor von Ilias Mrose 3:3. Ab da sollte es die HSC Suhr Aarau II bis Spielende nicht mehr schaffen, in Führung zu gehen. «Die erste Viertelstunde haben wir das Spiel kontrolliert und hatten die Gegner gut im Griff», bestätigt Murianer Trainer Björn Navarin. «Wir haben sehr gut verteidigt gegen ihre schnellen Spieler.»
Aus phasenweiser Überlgenheit wird ein Krimi
«Vorne kamen wir dann aber ins Stocken, was uns wiederum in der Verteidigung verunsichert hat», fährt Navarin fort. Tatsächlich macht sich nach der Startviertelstunde eine gewisse Hektik auf dem Platz breit. Technische Fehler häufen sich auf beiden Seiten. Auch keiner der Torhüter kann dem Spiel in dieser Phase seinen Stempel aufdrücken. Mit einem knappen 16:18 Vorsprung zu Gunsten der Murianer werden die Seiten gewechselt.
Zum Start der zweiten Hälfte änderten die Gastgeber ihre Abwehrformation und stellten die Freiämter damit vor Probleme: «Mit der 5-1-Deckung in der zweiten Hälfte machte der HSC hinten gut zu und so kamen wir nicht mehr zu den erwünschten Chancen.» Um den Abwehrriegel zu überwinden, entschied sich Navarin, es mit fliegenden Wechseln und einem siebten Angriffsspieler zu versuchen. «Damit gelang es uns wieder, vorne freie Situationen rauszuspielen.» Besonders die Flügel der Murianer profitieren von guten Abschlusschancen, scheitern aber mehrfach an Jonas Zinniker, der im Aarauer Tor zu überzeugen wusste. Während sich die Murianer ihre Torchancen mit grossem Aufwand erspielen musste, fehlte in der Rückwärtsbewegung die nötige Konsequenz, um es ihrem Gegner ähnlich schwer zu machen: «Einige Fehler und das fehlende Tempo im Rückzug sorgten für zu viele einfache Tore für Suhr Aarau.» erklärt Navarin.
Rütimann rettet den Punkt
Als Aaraus Migel Senn nach 38 Minuten per Gegenstoss zum 21:21 ausgleichen kann, scheint die Partie auf beide Seiten kippen zu können. Erneut sind es die Klosterdörfler, die sich in den folgenden Minuten einen kleinen Vorteil verschaffen können und bis zur 47.Minute auf 23:26 davonziehen. Die Gastgeber lassen aber nicht locker und gleichen sechs Minuten vor Schluss erneut zum 28:28 aus. Nach Toren von Laurin Kreyenbühl und Miro Külling sieht es drei Minuten vor Spielschluss ein weiteres Mal gut aus für einen Murianer Sieg. Aaraus Trainer Zeno Läber griff darauf zu seiner Timeout-Karte und konnte damit die erhoffte Wirkung für sein Team erzielen. Mit einem Doppelschlag glich Lino Wiederkehr für seine Farben abermals aus und nach einem weiteren erfolglosen Angriff Muris bot sich den Gastgebern gar noch die Chance auf den Sieg. Als dann der Ball eine halbe Minute vor Schluss noch einmal in Richtung Murianer Tor fliegt, steht der Atem bei den Zuschauern in Aarau still – doch Ivo Rütimann hält den Wurf und seinem Team damit zumindest den einen Punkt fest. Mit diesem Punkt festigen die Murianer ihren dritten Tabellenplatz und reisen am kommenden zum Auswärtsspiel bei der SG Kriens-Emmen und wollen dann mit voller Punkteausbeute nach Hause reisen.
SG HSC Suhr Aarau II - Handball TV Muri 30:30 (16:18)
Aarau Schachen. - SR: Dimitri Costa, Joel Zwahlen – Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Muri; 4 mal 2 Minuten gegen Suhr Aarau
Muri: Rütimann, Baeriswyl, Wey (5/4), Mrose (4), Dominik Lang, Kreyenbühl (10), Daniel Lang, Köhle, Schwenkfelder (1), Tom Angehrn (2), Hafner (3), Külling (3), Noel Angehrn (2)
Suhr Aarau: Zinniker, Dufner, Wyss (3), Wipf, Gadola (1), Finn Wiederkehr (2/1), Dumont (1), Janeski, Läber (5/2), Brandt-Dit-Siméon (2), Hunziker, Page, Frei (2), Lino Wiederkehr (5), Boccarelli (2), Senn (7)
Bemerkungen: Muri ohne Schleiss, Galizia