, Willi Steffen
Remis im Verfolgerduell
Nach einer hochspannenden Schlussphase sichert sich der TV Muri gegen die SG Horgen/Wädenswil einen verdienten Punkt. Als es nach der Pause eng wird, wirft Muri seine Heimstärke in die Waagschale. Bei Muri überzeugen mit Torhüter Jul Baeriswyl und Siebenmeterschütze Levi Wey zwei 20-Jährige.
Sie prügelten was das Zeug hielt. Die elf Zweiminuten Strafen, die rote Karte und die acht Siebenmeter, welche gegen die Gäste aus dem Kanton Zürich gepfiffen wurden, sprechen eine deutliche Sprache. Muri lässt sich dadurch nur kurz nach der Pause aus der Fassung bringen. In dieser Phase scheinen sich die weit routinierteren und mit einigen ehemaligen NLB-Spielern bestückten Zürcher endgültig abzusetzen. Nach 33 Minuten liegt Muri mit vier Treffern hinten. Muri lässt sich aber nicht aus der Fassung bringen und schlägt mit den gleichen Waffen zurück. Und siehe da. Acht Minuten später (41.) gleicht Noel Angehrn den Spielstand aus. «Nach dem Rückstand haben wir viel Moral gezeigt aber nicht konsequent genug nachgesetzt», sagt Muri Trainer Björn Navarin.
Nur zehn Gegentore nach der Pause
Jetzt geht es drunter und drüber. Bei Muri läuft Torhüter Jul Beariswyl zur Hochform auf. Die Verteidigung lässt nicht mehr viel zu. Auch dank Lukas Schwenkfelder, der seine Körperlichkeit in die Waagschale wirft. Mit seiner Körpersprache reisst er seine Teamkollegen mit. In der Tat kassiert Muri nach der Pause nur noch zehn Gegentore. Die Partie kippt nun hin und her und ist an Spannung kaum mehr zu überbieten. Ein Augenschmaus sind die letzten 20 Minuten aber nicht. Viel eher ein Kampf auf Biegen und Brechen. Technische Fehler und Fehlwürfe reihen sich auf beiden Seiten aneinander. Kommt dazu, dass die Murianer während dem gesamten Spiel gleich sechsmal die Torumrandung treffen.
Levi Wey mit Nerven aus Stahl
Angepeitscht vom lautstarken Publikum lässt sich Muri aber von der harten Gangart der Zürcher nicht beeindrucken. Nerven wie Stahl hat in dieser Phase Levi Wey. Alle vier zugesprochenen Siebenmeter nach der Pause verwertet er. Den entscheidenden zum 26:26 Schlussresultat in der 59. Minute per Nachschuss. In der hektischen Schlussphase haben beide Teams Chancen zum Sieg. Zwischen der 50. Minute und dem Schlusspfiff fallen nur noch fünf Tore. Muri rennt in diesen zehn Minuten immer einem Rückstand hinterher. Beinahe gelingt den Freiämtern in den Schlusssekunden noch der Siegtreffer ins leere gegnerische Tor. Ein kurzes Zögern und eine spektakuläre Abwehraktion eines Gästespielers verhindern aber ein solches Szenario. «Mit diesem Punkt kann ich leben. Ein Sieg wäre aber möglich gewesen», sagt Björn Navarin. Man sei weiter auf einem guten Weg. Das Team entwickle sich positiv. Wichtig sei es, dass man sich an die Abläufe halte, wenn es darauf ankomme, ergänzt der Trainer abschliessend.
Telegramm:
Bachmatten. – 270 Zuschauer. – SR: Nussbaumer / Eng.
Muri: Baeriswyl, Schleiss; Mrose (3), Külling (4), Dominik Lang, Furter, T. Angehrn, Kreyenbühl (4), Hafner (2), N. Angehrn (3), Wey (8/7), Schwenkfelder, Willimann, Dani Lang (2).
Horgen: M. Schäfer, Steiner; Gantner (4/1), Ziegler, Esposto (1), C. Schäfer (8/3), Burgherr (5), Jehli, Amberg, Kälin (2), Karlen (1), Stirnimann (5), Haudenschild.
Bemerkungen: Strafen: 4-mal 2 Minuten für Muri, 11-mal 2 Minuten für Horgen. 1-mal rot ohne Bericht für Horgen. Siebenmeter: 7/8 für Muri, 4/4 für Horgen.