, Philippe Knecht

Längere Flugzeit soll es richten

Vorschau 1. Liga: TV Muri Handball – KTV Muotathal, Samstag, 17.01.2026, 16 Uhr, Muri Bachmatten

Der HAndball TV Muri hat morgen die Chance, gegen den KTV Muotathal die Siegesserie aus der Vorrunde wieder aufzunehmen. Die verpatzte Partie gegen die HSG Siggenthal/Baden-Endingen war Muri eine Lehre , aus der man seine Schlüsse gezogen hat.
 
Dass Muri am vergangenen Samstag eine so deutliche Niederlage einstecken muss, sah niemand kommen. Dass sich die Tabellenführer gegen Muri durchsetzen würden, hätte man noch annehmen können. Doch nicht, dass dies gleich mit 15 Toren Vorsprung geschähe. «Wir haben das Spiel eigentlich gleich zum Start der ersten Halbzeit in den Sand gesetzt. Nach unserer frühen 0:1-Führung verwarfen wir fünf Siebenmeter in Folge. Diverse Abschlüsse, die hätten reingehen sollen, klappten nicht. Plus: zwei, drei technische Fehler – und da ist Siggenthal selbstbewusst davongezogen», erläutert Muri Trainer Björn Navarin. 
 
Torschuss: ja. Treffen: naja.
Sich dann eigenmächtig aus so einem Tiefgang rauszuholen ist ziemlich schwierig, darum hat in der ersten Halbzeit nicht mehr viel funktioniert. «In der zweiten Hälfte haben wir gekämpft und uns Mühe gegeben auf dem Platz, doch wenn die Siggenthaler deutlich in Führung sind, dann spielen sie wirklich gut und dann klappen auch viele ihrer Züge. Man muss sie konstant unter Druck setzen können, damit sie nicht so eine Lockerheit haben – und das ist uns nicht gelungen.» Dass sich gegen die Muotathal etwas ändern muss, um den dritten Tabellenplatz gegen die zwei Viertplatzierten (HC KTV Altdorf und SG Horgen/Wädenswil, je 2 Punkte Rückstand auf den Handball TV Muri) zu verteidigen, ist klar.
 
Blickt man auf das Hinspiel gegen Muotathal (am 18. Oktober 2025 gab es einen 26:27 Auswärtssieg für Muri) zurück, sieht man auch, wo die Schrauben angezogen werden sollen. Navarin erläutert: «Die erste Halbzeit im Muotathaler Hinspiel war sicher eine der besten Halbzeiten, die diese Mannschaft in der Vorrunde abgeliefert hat. Da hat alles funktioniert. Das Spiel war temporeich und hocheffektiv, sodass die Muotathaler auf eine 5-1-Verteidigung umstellen mussten. Daraufhin passierten uns, überrascht durch den Strategiewechsel, ein paar Fehler hintereinander, wodurch Muotathal seinen Rückstand in der zweiten Halbzeit reduzieren konnte und wir zum Schluss doch noch mit viel Hektik die Punkte nach Hause holen konnten.»
 
Ein alter Bekannter
Muotathal ist schon seit vielen Jahren immer wieder gegen Muri im Einsatz, beiden Mannschaften sind die Eigenheiten der Gegner bekannt. In 32 Spielen hat Muri 9-mal gewonnen, 3 Spiele endeten unentschieden und 20-mal gingen die Punkte an die Schwyzer. Auch Navarin ist bereits nach dem ersten Spiel, in dem er beide Mannschaften im Direktduell sah, klar: «Muotathal ist ein unangenehmer Gegner, das wissen wir alle.» Woher diese Einschätzung kommt, verrät er ebenfalls: «Körperlich sind sie sehr robust und uns von der reinen Masse her überlegen – was im Handball als Körperkontaktsport einen entscheidenden Vorteil bieten kann. Umso mehr müssen wir dann auf Tempo und flinke Reaktionen setzen.»
 
Tore schiessen ist Kopfsache
«Für die morgige Begegnung müssen wir wieder zu unserem Spiel zurückfinden,» erklärt Navarin. «Wenn man die erste Halbzeit letzte Woche anschaut, dann merkt man, dass wir es geschafft haben, sechs Siebenmeter rauszuholen und in vielen Situationen einen Spieler vor dem gegnerischen Tor freibekommen haben. Leider machen wir die Bälle dann noch nicht zuverlässig rein.»
«Unser Spiel funktioniert,» bilanziert der Trainer der Murianer – jetzt braucht es noch das nötige Zielwasser, damit aus den Fehlwürfen auch Tore werden «und wir wollen morgen einfach noch konsequenter auftreten.» Angepfiffen wir die Partie in der Bachmatten um 16 Uhr.