, Philippe Knecht
Eine grosse Knacknuss zum Saisonstart
Morgen starten die Murianer Handballer in die Meisterschaft mit dem Zeil, sich von Beginn an in der oberen Tabellenhälfte festzusetzen. Dabei steht den Freiämtern jedoch gleich zum Start ein Schwergewicht gegenüber.
Die HSG Siggenthal/Baden-Endingen ist dem neuen Murianer Trainer Björn Navarin bestens bekannt: «Ich war bis zum Ende der letzten Saison Trainer des NLB-Teams der HSG Baden-Endingen». Gleich zum Saisonstart mit seinem neuen Team trifft Navarin in dem Sinne also auf die zweite Mannschaft seines letzten Vereins. Entsprechend weiss er auch über den morgigen Gegner Bescheid: «Die letzte Saison beendeten sie hinter dem KTV Altdorf auf Platz zwei und waren gut unterwegs. Und wenn man jetzt die ersten Ergebnisse in der Meisterschaft und im Cup sieht, machen sie da weiter, wo sie aufgehört haben.» Das erste Spiel gegen den TV Dagmersellen gewannen die morgigen Gäste mit einem beeindruckenden 36:21. Am letzten Wochenende folgte im Schweizer Cup auswärts gegen den HC Kriens-Emmen mit 23:33 gleich der nächste deutliche Sieg. Die HSG Siggenthal/Baden-Endingen ist zum also gleich eine richtige Knacknuss für Muri.
Für Navarin ist die Ausganslage klar: « Sie sind in der Gruppe in einer klaren Favoritenrolle und werden das auch morgen sein. Hinsichtlich des Spiels haben wir diese Woche im Training das eine oder andere thematisiert, um die Jungs vorzubereiten, aber wir wollen uns hauptsächlich auf uns selber konzentrieren. Beim Cupspiel vom letzten Wochenende hat man gesehen, dass wir noch einiges zu tun haben.»
Die Vorbereitung stimmt Navarin indes positiv, dass dies seinem Team gelingen wird: «In der Vorbereitung haben wir einige wirklich gute Spiele absolviert. Zum Beispiel zuletzt gegen Visp. Da haben wir sehr guten Handball gespielt und gezeigt, was wir können und eben auch, dass das ganze sechzig Minuten lang funktionierem kann. Leider konnten wir im Cupspiel nicht daran anknüpfen.»
Wertvolle Erfahrungen sammeln
Aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Luiz Egger, Jan Heusi und Yorick Kaufmann ist Navarins Kader bereits zu Saisonbeginn dünn besetzt und es fehlt viel Erfahrung auf dem Platz. «Dadurch können die jüngeren Spieler im Kader nun aber wertvolle Erfahrungen sammeln. Simon Hafner und Janis Furter bilden zusammen mit Noel Angehrn die erste Rückraumreihe. Sie haben unglaublich viele Möglichkeiten und ein grosses Potenzial aber sie müssen sich als Rückraumtrio noch festigen. Um diese Routine zu entwickeln, braucht es sicher auch ein bisschen Zeit.»
Man müsse lernen mit der Situation umzugehen, wie sie ist und dürfe sich nicht zu viel Druck machen: «Das System, welches wir während der Saisonvorbereitung aufbauten, haben wir nun knapp drei Monate eintrainieren können. Aber es wird immer wieder Spiele geben, wo die eigenen Erwartungen nicht mit der Umsetzung übereinstimmen.» Gegen Siggenthal erhofft sich Navarin, dass seine Schützlinge die Aufgabe unbeschwert angehen: «Ich habe den Jungs in dieser Woche auch vermittelt, dass wir gegen einen Favoriten antreten und befreit aufspielen können. Wir brauchen uns nicht denselben Druck zu machen, den sich einige für das Cupspiel auferlegt haben.»
Torhüter-Trio als sicherer Rückhalt
Da die Mannschaften neu mit je 16 Spielern aufmarschieren dürfen, hat Navarin in der Kaderauswahl keine Einschränkungen. «Es erlaubt mir, problemlos alle drei Torhüter [Ivo Rütimann, Ursin Schleiss, Jul Baeriswyl] dabeizuhaben. Im Tor sind wir also mit einer guten Breite gesegnet.» Das Torhütertro dürfte gegen die spielstarken Siggenthaler einiges zu tun bekommen. Ein besonderes Augenmerk sollten dabei nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Murianer auf Kreisläufer Hendrik Duffner richten, der im Sommer zur Spielgemeinschaft stiess und zuvor unter anderem beim TV Endingen sowie in Deutschland für den HC Lauchringen und die HSG Konstanz in der 3. Bundesliga aktiv war. Ob es den Murianern gelingt, Duffner und seinen Kollegen morgen in der Bachmatten ein Bein zu stellen, wird ab 16 Uhr in der Bachmatten geklärt.