, Willi Steffen
Deutliche Niederlage im Cup
Für den TV Muri ist der Schweizer-Cup 2025/26 schon nach der Vorrunde Geschichte. Starke 20 Minuten reichen nicht, um einen Gegner mit der Klasse des Schaffhauser Erstligisten Paroli zu bieten. Auch die dünne Personaldecke trug das Seine dazu bei, dass Muri schliesslich eine deutliche Niederlage einsteckte.
16 Minuten sind bei der Schweizercup Vorrundenpartie Pfader Neuhausen gegen den TV Muri gespielt. Die Gäste liegen mit einem Tor in Führung. Zwischenzeitlich waren es gar drei Tore. Die Aargauer brauchen nicht lange, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Gleich von Anfang an agieren sie mit Tempo und Spielwitz. Dazu kommt, dass Torhüter Ivo Rütimann sich von der ersten Sekunde an hellwach präsentiert. Nach sechs Minuten stehen schon vier Paraden auf seinem Konto. Darunter ein gehaltener Siebenmeter. Ein weiterer kommt in der 13. Minute dazu. Alles deutet nach der ersten Viertelstunde auf eine enge Partie hin. Der Schein trügt aber.
Während neun Minuten kein Tor
Innert wenigen Minuten kippt die Partie zu Gunsten der Neuhauser. Einmal in Führung liegend (19. Minute), geben sie das Zepter nicht mehr aus der Hand. Vorne finden sie nun Lösungen, um die bis anhin kompakte Freiämter Abwehr zu knacken. Auch in der Abwehr lassen die Gastgeber nicht mehr viel zu. Dies führt dazu, dass den Murianern geschlagene neun Minuten kein Tor mehr gelingt. Neu-Trainer Björn Navarin versucht nun mit personellen Umstellungen das Steuer herumzureissen. Vergeblich. Neuhausen lässt sich nicht mehr aufhalten. In der Pause führen die Gastgeben mit 17:13. «Der Gegner hat uns mit zwei, drei harten Attacken den Mumm abgekauft. Danach verloren wir die Kontrolle und teilweise auch das Selbstvertrauen», blickt Navarin zurück.
Abhacken und vorwärtsschauen
Nach dem Wechsel versucht Muri zu reagieren. Bis auf zwei Tore kämpft man sich noch einmal heran. Mehr lassen die nun abgezockten Schaffhauser nicht mehr zu. Die personell gebeutelten Murianer können nicht mehr reagieren und müssen am Ende eine Kanterniederlage mit 13 Toren Differenz einstecken. Spätestens nach der Pause macht sich das Fehlen von Stammkräften wie Egger, Heusi und Kaufmann bemerkbar. Durch ihre Abwesenheit fehlt es auch an der nötigen Breite, um gegen einen solchen Gegner über 60 Minuten lang zu bestehen. Für die Klosterdörfler gilt es nun die Niederlage abzuhacken und sich in den kommenden Wochen auf den Meisterschaftsstart gegen die beiden Spitzenteams Siggenthal und Altdorf zu konzentrieren. Dazu meint Björn Navarin: «Es warten grosse Aufgaben auf uns. Wir wollen uns aber auf unser Spiel konzentrieren».
Zusammenfassend meint er: «Das war nicht das, was wir wollten. Wir können das anders. Wir müssen es nur abrufen. Leute wie Simon Hafner, Levi Wey und Janis Furter brauchen noch Zeit, um in die neuen Rollen hineinzuwachsen. Schon in den Vorbereitungsspielen hatten wir extreme Wellen. Kleine negative Aktionen bringen uns immer wieder aus dem Tritt». Eine erste Chance dies zu korrigierten haben die Murianer am nächsten Samstag beim ersten Meisterschaftsspiel gegen die HSG Siggenthal/Baden-Endingen.
Telegramm:
Neuhausen. – 60 Zuschauer. – SR: Spielmann / Rutz
Muri: Rütimann, Schleiss; Dani Lang (1), Galizia (3), Külling (2), N. Angehrn, Wey (4/2), Dominik Lang, Furter (2), Rey (3), Schuler (1), Hafner (2), T. Angehrn (7).
Neuhausen: Markucic (1); Wüthrich (6), Brülisauer (7), Zehnder (10/2), Leu (1), Wehrli, Schenk (3), Schelker (5/2), Lagler (4), Lehnherr (1).
Bemerkungen: Strafen: 4-mal 2 Minuten für Muri, 2-mal 2 Minuten für Neuhausen. Siebenmeter: 2/2 für Muri, 4/8 für Neuhausen