, Willi Steffen

„Es wird Zeit, dass wir gewinnen“

Handball, 1. Liga, Gruppe 3: TV Muri – SG HV Olten Sonntag, 17. Oktober, 16 Uhr, Bachmatten, Muri

Der TV Muri kränkelt. Personelle Probleme, die sich vor allem auf die Abwehr auswirken, sind einer der Gründe dafür. Im Hintergrund tut sich aber laut dem Chef Leistungssport, Paul Stöckli, einiges. Ein Hoffnungsträger ist ein ehemaliger langjähriger Erstligaspieler-Spieler.
 
Die Leistungskurve des TV Muri zeigt nach unten. Das so schmerzlich vermisste Erfolgserlebnis bleibt auch nach fünf Spielen aus. Dazu kommt die Niederlage im Schweizercup vor Wochenfrist gegen Altdorf. Einen Gegner, mit dem man vor einem Monat im Meisterschaftsspiel noch auf Augenhöhe agierte. Augenscheinlich waren auch diesmal die Probleme in der Defensive. Von aussen betrachtet, scheint es, dass man diesbezüglich keine Lösung hat. Dazu sagt der sportliche Leiter Paul Stöckli: „Wir sind dran. Dieses Problem können wir nur personell lösen. Was wir jetzt brauchen, sind Stabilität und Erfahrung. Den ersten Schritt haben wir mit dem Einsatz von Patrick Spichiger von der zweiten Mannschaft gemacht. Er spielte rund zehn Jahre für Lyss in der ersten Liga. Es war ein Versuch und ist noch nicht fix. Er würde aber Ruhe und Sicherheit in die Mannschaft bringen. Weiter wird Lukas Schwenkfelder in absehbarer Zeit nach seiner Muskelverletzung wieder zurückkehren. Mit ihnen wären wir wieder konkurrenzfähig.“
 
Gespräche werden geführt
Ein weiteres Problem scheint das Thema Personalien zu sein. Verletzungen und Abwesenheiten sind an der Tagesordnung. So fehlten gegen Altdorf neben dem Dauerverletzten Jan Heusi mit Yorick Kaufmann und Jerome Zucker zwei wichtige Stützen. Wie will man dies angehen: „Uns ist diese Problematik bewusst. Wir sind vereinsintern am Gespräche führen und am Lösungen suchen“, sagt Paul Stöckli. Für die Freiämter wird mit der jungen Mannschaft die Mission Ligaerhalt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn schon in gut drei Monaten beginnt die Abstiegsrunde. Man sei sich bewusst, wenn man jetzt nichts mache und hoffe, dass es im Januar gut komme, komme es nicht gut. Sich auf die Schwächen anderer Mannschaften zu verlassen, sei ein Spiel mit dem Feuer, so Stöckli.
 
Intakte Moral
Grund zur Hoffnung gibt die Moral der Mannschaft. Auch gegen Altdorf war ersichtlich, dass sie sich nicht gehen lässt. Über weite Strecken der Partie lag man deutlich hinten. Dank einer Steigerung in der Offensive nach der Pause verlor man schliesslich mit nur vier Toren Differenz. Dazu sagt Paul Stöckli: „Ich staune, wie die Mannschaft, allen voran die jungen Spieler, mit dieser Situation umgehen. Man redet mit einander und sucht Lösungen. Ich bin beeindruckt, wie sie nie den Kopf hängen lassen. Der Tenor ist, dass es jetzt Zeit wird, zu gewinnen.“Morgen Samstag gastiert mit dem HV Olten ein schwieriger Gegner in Muri. Das Solothurner Farmteam des HSC Suhr Aarau schlug im Cup das NLB-Team HS Biel. In der Meisterschaft läuft es aber mit fünf Verlustpunkten aus vier Spielen noch nicht rund. „Bei Olten weiss man nicht, mit welchen Spielern sie antreten. Sie hatten bis jetzt noch nicht den optimalen Lauf und werden geladen nach Muri kommen. Wir müssen alles daran setzen, dass wir weniger Tore bekommen. Dann liegt etwas drin. Personell sieht es positiv aus. Es sollten alle gesunden Spiele an Bord sein“, so Stöckli.