, Willi Steffen

Defensiv zu anfällig

1. Liga, Gruppe 3: HC Kriens - TV Muri 34:31 (14:14)

Bis wenige Minuten vor Spielende hoffte der TV Muri in Kriens auf die ersten Punkte. Eine löchrige Abwehr verhinderte ein solches Szenario. In einer ereignisarmen Partie hielt Muri über weite Strecken dagegen. Der Schlussspurt kam zu spät.  
 
Das Positive vorne weg. Der TV Muri ist nach der fünften Niederlage in Serie weit davon entfernt, in den Krisenmodus zu fallen. Wenn auch die Niederlage gegen ein gleichwertiges Kriens schmerzt. Die junge Mannschaft strotzt immer noch vor Spielfreude. Auch mental ist man auf der Höhe. „Mich stimmt positiv, dass wir uns nicht aufgegeben haben. Nach dem Fünf-Tore-Rückstand haben wir uns wieder heran gekämpft“, sagt Torhüter Tobias Wipf. Was dem Team fehlt, ist Stabilität in der Defensive. In Kriens war dieses Versäumnis nach der Pause offensichtlich. 20 Gegentore gegen eine Durchschnittsmannschaft in einer Halbzeit sind zu viel. Schon vor der Pause zeigte man diesbezüglich Mängel.
 
Zu viele einfache Gegentore erhalten
Ein starker Torhüter Tobias Wipf sorgte aber mit einigen Paraden dafür, dass sich der Schaden in Grenzen hielt. „Ich habe gute Sachen gesehen. Wir haben über 30 Tore gemacht. Aber auch Dinge, die haarsträubend waren. In der Defensive haben wir momentan nicht das Niveau, Spiele zu gewinnen. Es ist nun einmal so, dass Spieler wie Zucker, Schwenkfelder und Heusi nicht eins zu eins zu ersetzen sind“, so der 36-Jährige. Was mit sich brachte, dass der Mittelblock hölzern und teilweise desorientiert wirkte. Einige einfache Tore waren die Folgen.In einer Partie mit wenig Unterhaltungswert war Muri bis auf wenige Minuten in der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe. Meist lagen die Gäste mit einem Tor im Rückstand. Ging man einmal in Führung, verpasste man es, diese auszubauen. Für Muri trafen Angehrn, Kaufmann und Gomboso regelmässig. Die Spielmacherrolle teilten sich Kaufmann und Huber. Für Unterhaltung in der ersten Halbzeit sorgten die Schiedsrichter. Mit einer Strafenflut gegen beide Mannschaften innert wenigen Minuten schien ihnen das Ruder aus der Hand zu gleiten.
 
Schwächephase im entscheidenden Moment
Nach dem Wechsel lief diesbezüglich alles wieder in geordneten Bahnen. Muri blieb bis zur 50. Minute auf Schlaghöhe mit den Luzernern. Der Rückstand pendelte sich bei zwei Toren ein. Dann folgte eine fünfminütige Schwächephase. Auf einmal war Muri mit fünf Toren hinten. Die Antwort der Gäste folgte mit Dominik Lang. In den Schlussminuten verkürzte er den Rückstand mit drei Treffern vom Kreis aus auf drei Tore. Das Aufbäumen kam zu spät. Mehr lag nicht drin. Einmal mehr in dieser Saison stand Muri mit leeren Händen da. Nun gilt es nicht in eine Negativspirale zu fallen und während der zweiwöchigen Pause die Baustelle Abwehr anzugehen.               
 
 
Telegramm: 
Krauerhalle. – 75 Zuschauer. – SR: Mönig / Summ.
Muri: Wipf; Dani Lang (1), Dominik Lang (4), Angehrn (6), Kaufmann (7), Käser (2), Kreuzer (3/1), Huber (4), Gomboso (4), Pantic.
Kriens: Rast, Scorrano; Augugliaro (9), Baumann (3/1), Bühler (3), Felber, Heller (4), Iten, Mai (3), Petrovic (5), Rast, Schmetzler (2), Thomann (5).
Bemerkungen: Strafen: 7-mal 2 Minuten, 1-mal Spielausschluss für Muri. 6-mal 2 Minuten für Kriens. Siebenmeter: 1/1 für Muri, 1/1 für Kriens, Muri ohne Heusi, Schleiss, Zucker und Schwenkfelder.