, Res Käppeli

Wild-romantisches Abenteuer für den Vorstand des TV Muri Handball

Die Überschrift verspricht einiges. Für die Auflösung müssen sich die Leser etwas gedulden. Vor Monaten wurde der Termin fixiert und am Tag nach der ersten und hoffentlich letzten virtuellen Generalversammlung des TV Muri Handballs ging es endlich los.

Pünktlich um 11.15 Uhr standen die Vorstandmitglieder/Innen mit Partner/Innen vor der Bachmattenhalle und warteten auf den Bus. Die Spannung stieg, denn bis zur Abfahrt um 11.30 Uhr wusste niemand wirklich, was, wie und wohin.

Die Quizfrage zur Jahreszahl „1848“ wird zur ersten Herausforderung für die Teilnehmenden. So einfach war es natürlich nicht! Nebst dem Jahr der Gründung der Eidgenossenschaft wurde gleichzeitig im fernen Amerika beim Schweizer Johann Sutters Schreinerbetrieb Gold gefunden. Der Goldrausch beginnt – und jetzt auch in Muri, genauer beim TV Muri Handball. Ideen für die Verwendung eines grossen Fundes machen die Runde – was kommt da noch auf uns zu?

Das Programm ist jetzt allen bekannt und das Team freute sich auf den speziellen Outdoor-Tag. „Gold Prospector“, also Goldsuchen im Napfgebiet. Die professionelle Einführung durch die beiden Guides führte kurz und bündig zur „Grossen Fontanne“. Wie alle Bäche des Napf zieht die „Grosse Fontanne“ ein tiefes Kerbtal durch die Nagelfluh und wäscht das darin enthaltene Gold aus. Daher ist das Napfgebiet seit mindestens der Eisenzeit für das Waschen von Gold bekannt. Das Gold der Fontanne ist sehr rein. Also gerade gut genug für den TV Muri Handball. Es wurde auch wirklich Gold gefunden. Versprochen wurde ein wild-romantisches Abenteuer. Ein prächtiger Sommertag ermöglichte dem Vorstand dann auch wirklich ein besonderes Erlebnis - abseits von Hektik und Stress! So gesehen kann also durchaus von einem romantischen Nachmittag in der Wildnis gesprochen werden. Alle Teilnehmenden dürfen das gewaschene Gold mit nach Hause nehmen. Grössere und kleinere „Flitter“ finden sich nach geduldiger, harter Arbeit im Waschteller wieder und können mit den Pipetten ins Gläschen befördert werden.

 

Nach einem anstrengenden Mittag fieberten dann die meisten dem angekündigten Apéro und dem Nachtessen entgegen. Der einheimische BIO Weisswein „Solaris“ versüsste allen das Warten auf die Grilladen. Ein gelungener Tag geht so langsam zu Ende. Pünktlich fuhr Daniel von Riechsteiner & Weber mit dem Bus vor und so „schaukelten“ wir sicher und gemütlich wieder nach Muri zurück. Etwas fehlt noch: Die Ideen für die Verwendung des Ertrages wurde intensiv und vor allem kreativ diskutiert. Das Ergebnis erstaunt nicht. Das vereinsübergreifende Projekt „Halle für Alle“ erfährt so eine Anschubfinanzierung!