Überraschend konnten sich unsere Junioren, mehrheitlich mit Jahrgang 2006 und jünger, für die Aufstiegsspiele für die Interklasse klassifizieren. Als Gegner wurde Stäfa, Vevey und GC-Amicitia zugelost.

Am Samstag bekamen wir es mit HC GS Stäfa zu tun. Gegen dieses Team spielten wir bereits in Vorrunde und verloren diskussionslos mit 10 Toren Unterschied. Um es vorweg zu nehmen - in einem wahren Hitchcock Spiel riefen unsere Junioren und Juniorin die bis dato beste Saisonleistung ab. Schnell gingen wir an Anfang in Führung. Die Verteidigung war auf der Höhe und die Angriffe wurden mehrheitlich erfolgreich abgeschlossen. Nach ca. 15 Minuten häuften sich bei uns allerdings die technischen Fehler und die Verteidigung liess ein bisschen nach. Stäfa liess sich nicht zweimal bitten und zog bis zur Pause auf 12:10 davon.

Stäfa wurde dominiert

Scheinbar fand das Trainerteam die richtigen Worte in der Kabine. Die Spieler kamen wieder voller Elan aufs Spielfeld und bis zu 54 Minute konnten wir 22:19 in Führung gehen - lagen also im zweiten Spielabschnitt mit fünf Tore vorn. Durch zwei Pfosten-/Lattenschüsse kam Stäfa aber nochmals heran und ging in der letzten Minute 24:23 in Führung. Es schien, dass die hervorragende Leistung nicht mit Punkten belohnt werden sollte. Das Trainerteam verordnete Manndeckung auf die gegnerischen Spieler. Und tatsächlich kamen wir nochmals in Ballbesitz und Colin Müller schoss 15 Sekunden vor Ende den umjubelten Ausgleich. Die Freude war riesig, der Trainer verlor nochmals ein paar Haare ….. und die Zuschauer waren begeistert!

Das Erlebnis war es wert

Im zweiten Spiel mussten wir am Sonntag auswärts gegen den HC Vevey antreten. Um 08:00 ging die Reise mit dem Bus nach Vevey los. Leider fehlten uns zwei wichtige Spieler. Nichts desto trotz waren wir guten Mutes. Vevey war traumhaft, die Halle direkt am See gelegen, der Spielgeginn war allerdings ein Alptraum! Bereits nach 15 Minuten lagen wir mit 10 Toren im Rückstand. Die Spieler wirkten platt und das Spiel am Samstag kostete wahrscheinlich zu viel Kraft. Der Trainer musste ein Timeout nehmen und die Spieler nochmals wachrütteln. Anschliessend lief das Spiel ein bisschen besser – trotzdem gingen wir mit einem 12 Tore Rückstand in die Pause. Der Gegner war nicht übermächtig – wir spielten einfach ein wenig kraft- und ideenlos. In der zweiten Halbzeit konnten wir eine Reaktion zeigen. Auch das 3:3 Angriffspiel lief wesentlich besser.

Schlussendlich verloren wir 34:19 – konnten aber die zweite Halbzeit ausgeglichen gestalten. Die Jungs und Mädchen liessen die Köpfe allerdings nur kurz hängen – bereits bei der Heimfahrt war die Stimmung wieder gut und beim obligaten 4 Mal umfahren des Kreisels in Muri war die Niederlage vergessen.

Wir freuen uns nun auf das letzte Spiel gegen GC am kommenden Sonntag. GC ist dank zwei klaren Siegen bereits aufgestiegen. Trotzdem wollen wir sie noch ein bisschen Ärgern und aufzeigen, dass auch in Muri die Nachwuchsarbeit vorbildlich ist.