Der alljährliche Thun-Cup im Berner Oberland gehört zum Standardprogramm des TV Muri. Im ersten Kräftemessen nach der Sommerpause trifft das junge 1. Liga Team auf starke Kontrahenten. Neben dem erstligisten Wacker Thun und dem letztjährigen Aufstiegsspiel-Teilnehmer HBC-West sind mit dem TV Solothurn und TV Steffisburg auch zwei Nationalliga B Mannschaften vertreten.

(od) Neben zahlreichen anderen Vorbereitungsturnieren hat sich der Thun Cup als besonders lernreich erwiesen. Deshalb pilgern die Klosterdörfler schon seit mehr als fünf Jahren zum Tor des Berner Oberlandes. Es ist die erste Sondierung für die kommende Saison aber auch ein Feedback für den Verlauf der Vorbereitung. Die Murianer konnten ihre Kräfte gleich zu Beginn gegen die zweite Mannschaft des diesjährigen Schweizer Meisters Wacker Thun messen. Die Mannschaft bestreitet ihre Saison ebenfalls in der 1. Liga ist jedoch in einer anderen Gruppe eigeteilt als der TV Muri. Der vorsaisonale Kreuzvergleich lief sehr gut. Der TV Muri konnte eine gute Leistung abrufen und gewann das Spiel über 2 mal 20 Minuten mit 19:13. Auch in der zweiten Partie zeigte sich der TV Muri von einer guten Seite. Sie unterlagen zwar der Mannschaft aus Solothurn mit 15:17, was aber angesichts der Klassifizierung der beiden Mannschaften durchaus als positives Resultat verbucht werden kann. Auch im ersten Spiel nach der Mittagspause gegen den TV Steffisburg konnten die Murianer überzeugen. Die Stammformation befand sich in der ersten Hälfte absolut auf Augenhöhe mit den Berner Gegnern. Aber auch bei personellen Spielereien in den Reihen des TV Muri konnte die Spielqualität hochgehalten werden. Am Schluss unterlag Muri trotz engagiertem Einsatz mit 17:22.

Die letzte Partie des Tages holte die Mannschaft jedoch jäh auf den Boden der Tatsachen zurück. Gegen ein engagiertes HBC-West vermochte Muri keine ernsthafte Gegenwehr zu stellen und musste eine 21:28 Niederlage einstecken. Für Trainer Claude Bruggmann war der diesjährige Thun-Cup nichtsdestotrotz ein zufriedenstellendes Turnier: «Zum einen konnten wir ein neues Verteidigungssystem als zusätzliche Option ausprobieren, mit einigem Erfolg. Ausserdem ist die Stimmung im Team nach wie vor sehr gut, was ein wichtiges Puzzleteil für den Erfolg dieser Mannschaft darstellt. Trotzdem hat uns gerade die letzte Partie vor Augen geführt, dass wir noch einige Trainings benötigen, um dem hohen 1.Liga Niveau erneut gerecht zu werden.». Bevor es aber soweit ist, haben sich die Spieler nach einem kräftezehrenden Tag erst einmal eine erfrischende Abkühlung im Thunersee verdient.